BISHER ERSCHIENENE SCHRIFTEN:
Erfahrungsberichte
aus der Praxis von Edmund Bromm
Die Artikel
stehen als PDF-Dokumente zur Verfügung. Bitte laden sie erst
den neuen Adobe herunter, dann sollten sich die PDF auch öffnen.
(c)
Copyright 2005 von Isar Bautenschutz
Alle Rechte vorbehalten. Alle Texte, Bilder und Grafiken sowie ihre
Anordnung unterliegen dem Urheberrecht zum Schutz geistigen Eigentums.
Sie dürfen weder für Handelszwecke oder zur Weitergabe kopiert,
noch verändert und auf anderen Web-Sites verwendet werden.
Bilder,
Texte sowie andere Informationen, die vom Autor Edmund Bromm zur
Verfügung gestellt wurden, unterliegen ebenfalls dem Urheberrecht.
Bitte
beachten sie - die Texte sind mein Eigentum.
- 01. Abdichtungsarbeiten
Ist alles, was machbar ist, auch wirklich notwendig? Vom Sollen
und Können des (Ab)Dichtens. [PDF]
- 02. Altbausanierung und Instandsetzung.
Defizite, mangelnde Fachkompetenz und fehlende Kooperation bei
der Planung und die Folgen. [PDF]
- 03. Feuchte Wände und „aufsteigende Feuchtigkeit“
Für viele Hausbesitzer sind feuchte Wände ein Problem
[PDF]
- 04. Nicht alles dicht, oder ...?
Wie sicher können Abdichtungen im Mauerwerk hergestellt werden?
[PDF]
- 05. Der „Echte Hausschwamm“; - gefährlichster
Gebäudezerstörer
Lebensbedingungen und Bekämpfung. Dieser Schwamm gehört
zu den schlimmsten Gebäudezerstörern und wird leider
sehr oft nicht erkannt. [PDF]
- 06. Mauertrockenlegung,
mittels Elektroosmose oder andere elektrophysikalische Methoden.
Was können diese Verfahren bewirken? [PDF]
- 07. Energiesparen leicht gemacht.
Weniger Heizkosten durch einen neuen wasserabweisenden Anstrich
[PDF]
- 08. Feuchte Mauern durch falsches Lüften.
Feuchteschäden und Schimmelpilzbildung durch Kondenswasser
[PDF]
- 09. Gesundheitsschäden durch falsches Heizen und Lüften.
Einmal mehr hat sich auch in dieser Beziehung herausgestellt:
Energiesparen ist gesund! [PDF]
- 10. Lüften aber wie?
Anhand eines praktischen Beispiels wird erläutert, dass nach
dem Einbau neuer Fenster vermehrt Schimmelpilze wachsen. [PDF]
- 11. Holzschutz - wann, wo und wie?
Es sollte besonders aufmerksam beachtet werden: Sowenig wie möglich,
jedoch soviel wie notwendig und im Zweifelsfalle lieber darauf
verzichten. [PDF]
- 12. I-Bau System oder Sanierputz
Eine preiswerte Alternative zur Außenabdichtung. Instandsetzen
von feuchten Kellern – von innen. [PDF]
- 13. Instandsetzungsverfahren für feuchte Kellerräume.
Systembeschreibung für das I-Bau-Saniersystem ( Isar Bautenschutz)
[PDF]
- 14. Keller besser nutzen, Abdichtungsarbeiten im Keller.
Mit einfachen Maßnahmen einen zusätzlichen Nutzraum
gewinnen. [PDF]
- 15. Mauertrockenlegung bei Gebäuden.
Wo und welche Abdichtungsart soll eingebaut werden. [PDF]
- 16. Nach dem Hochwasser werden viele Schäden erst sichtbar.
[PDF]
- 17. Sinn und Unsinn einer Mauertrockenlegung. [PDF]
Feuchtigkeit im Mauerwerk. [PDF]
- 18. Umgang mit Luftentfeuchtern.
Meistens ist dies die einfachste Art einen feuchten Keller wieder
hochwertiger zu nutzen. [PDF]
- 19. Unsichtbare Giftzwerge in Gebäuden.
Wenn Umweltgifte sich ins Wohnhaus einschleichen. [PDF]
- 20. Verfahren gegen aufsteigende Feuchtigkeit.
Unterschiedliche Verfahren zur Trockenlegung von feuchtem Mauerwerk
werden beschrieben. [PDF]
- 21. Wie kann man Schmierschriften und Plakate an Hauswänden
vermeiden.
Durch welche Maßnahmen können Objekte und Fassadenflächen
vor Graffiti geschützt werden. [PDF]
- 22. Wer hilft bei feuchten Mauern oder Kellern.
Wo können sich die Hausbesitzer wegen Feuchteschäden
informieren? [PDF]
- 23. Zum Problem der Schimmelpilzbeseitigung.
Diese Pilzarten wachsen und nehmen stark zu, je mehr wir Wärmedämmen
und Abdichten. [PDF]
- 24. Mauertrockenlegung. Geschäfte mit der Angst. [PDF]
- 25. Lüften aber wie ? Computergesteuertes Lüften
[PDF]
- 26. Mauerwerk-Trockenlegung. Was heißt trocken? [PDF]
- 27 Schwarze Flecken.
Das Phänomen der schwarzen Wohnungen Magic Dust - oder wie
Schadstoffe plötzlich sichtbar werden. [PDF]
- 28. Verpressungen wenn Wasser eindringt.
Ist eine Abdichtung überhaupt möglich? [PDF]
- 29. Warum ist eine Mauertrockenlegung notwendig ? [PDF]
- 30. Richtiges Lüften im Keller. [PDF]
- 31. Der Zufall spielt bei der Beurteilung welches Verfahren
ist für die Trockenlegung das geeignetste mit. [PDF]
- 32. Sinn und Unsinn von Wärmedämmungen. Wird gerade überarbeitet.
- 33. Aufträge aus dem Internet. [PDF]
- 34. Bauphysikalische Ursachen für Schimmelbildung. [PDF]
- 35. Verbraucherinformationen: Richtig lüften. [PDF]
- 36. Messgeräte für das Raumklima. [PDF]
- 37. Schleierinjektion im feuchten Keller. [PDF]
- 38. Mechanismen der Durchfeuchtung einer Wand. [PDF]
- 39. Gerichtsurteil zum Schimmel. [PDF]
- 40. Ein Fragezeichen bei Abdichtungsarbeiten. [PDF]
- 41. Das Schimmelprotokoll der Stadt München. [PDF]
- 42. Wer hilft bei feuchten Mauern und Kellerabdichtungen. [PDF]
- 43. Bauphysik aus Ziegel.at. [PDF]
Zum Anzeigen
von PDF-Dokumenten benötigen sie das Programm Adobe Acrobat
Reader. Eine kostenlose Downloadmöglichkeit gibt es hier.
Alle Artikel wurden komplett überarbeitet
bzw. ergänzt und können als Buch
für 22 Euro inkl. MWST + Versand in jeder Buchhandlung oder
bei Amazon unter ISBN 978-3-86611320-6 bestellt werden.
Daraus
die Einleitung:
Gesund
wohnen in Altbauten
Mit
alten und kranken Häusern richtig umgehen

Ein
praktischer Ratgeber
für
Laien und Profis
Ein
Erfahrungsbericht aus der Praxis der Firma
Isar
Bautenschutz
Edmund Bromm
Danksagung
Als
Gründer und Geschäftsführer der Firma Isar Bautenschutz war es mir
seit langem ein Bedürfnis, meine langjährigen Erfahrungen auf dem
Gebiet der Bausanierung und Trockenlegung von Gebäuden zusammenfassend
zu Papier zu bringen und zwar ebenso für den interessierten Laien
wie auch für den Fachmann. Außerdem komme ich hiermit einer von
vielen Seiten geäußerten Bitte nach, meine zahlreichen fachlichen
Aufsätze und Erfahrungsberichte in einem Buch zusammenzufassen.
Bei
der Verwirklichung dieses Wunsches standen mir nicht wenige Menschen
mit Rat und Tat zur Seite:
Mein
Dank gilt Professor Lothar Weichert von der Universität der Bundeswehr
München, Herrn Illinger und Herrn Imle, die alle drei mit besonderem
Augenmerk auf die technischen Details wertvolle Hinweise und Ergänzungen
gegeben haben.
Ein
herzliches Dankeschön gilt natürlich auch den Mitarbeitern von Isar
Bautenschutz, von denen so mancher seit Gründung der Firma mit mir
zusammenarbeitet! Weiter danke ich Kathrin Veronika Crinius, die
hier und da an Ausdruck und Sprache feilte.
Meinem
Teilhaber, Herrn Paul Scharl, erfahrener Stuckateurmeister und Praktiker
durch und durch, gebührt mein innigster Dank. Jahrzehntelang verbanden
uns beste Übereinkunft und fruchtbare gegenseitige Unterstützung.
Unsere Zusammenarbeit war eine Symbiose von hohen Qualitätsansprüchen
und situationsgerechtem, fachlich perfekten Einsatz der jeweilig
besten Methoden. Eine erfreuliche und immer wieder spannende Zusammenarbeit,
die mit zuweilen unorthodoxen Praktiken zu einer sinnvollen Weiterentwicklung
in den Techniken der Sanierung und Trockenlegung von Gebäuden –
und zur Zufriedenheit unserer Kunden führten.
Edmund
Bromm
Vorwort:
Professor Dr.
Folker H. Wittmann
Vor
etwa 30 Jahren geriet ich eines Abends in einem Nebenzimmer des
Restaurants Till Eulenspiegel in München in eine bunt zusammen gewürfelte
Gesellschaft. Neben Restauratoren, Vertretern Bau instandsetzender
Firmen und der Baudenkmalpflege hatten sich auch ein Jurist und
ein Chemiker zusammen gefunden. Ziel des Treffens war die Gründung
einer Vereinigung, die sich darum bemühen sollte, das Wissen, das
man in wissenschaftlichen Kreisen vermutete, der Praxis zugänglich
zu machen. Aus Fehlern hatte man wohl gelernt, dass das Bauinstandsetzen
auf einer eher wackeligen wissenschaftlichen Basis stand und genau
deshalb Scharlatane leicht viel Geld verdienten. Vermutlich wollte
man auch einen Vertreter einer Hochschule in diese Aufgabe einbinden
und so erging auch eine Einladung an mich. Die Diskussionen waren
ebenso schillernd wie die Zusammensetzung der Gruppe. Teilweise
nahm sie bayerisch burleske Züge an und unverkennbar zeichneten
sich bereits in diesem frühen Stadium plumpe aber typische Biertisch-Intrigen
ab. Rückblickend ist es mehr als erstaunlich, dass aus diesem chaotischen
Beginn eine Bewegung wurde, die zur Versachlichung und zur weiteren
Entwicklung der Grundlagen des Bauinstandsetzens und der Baudenkmalpflege
ganz wesentlich beigetragen hat. Die Notwendigkeit, dem gesteckten
Ziel wenigstens ein bisschen näher zu kommen, war wohl so groß,
dass trotz aller Widrigkeiten das Vorhaben vorangetrieben wurde.
Als
die Sitzung schließlich zu Ende ging, hatte es angefangen zu regnen.
Etwas unschlüssig stand ich unter dem schützenden Vordach des Restaurants.
Da sprach mich der Autor dieses Büchleins Edmund Bromm an und fragte
wie man es denn verhindern könne, dass Feuchtigkeit in Mauerwerk
eindringe und darin aufsteige. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt keine
Ahnung wie man die Feuchtigkeitsbewegung in einem porösen Stoff
mit oder ohne Salztransport realistisch beschreiben könnte. Ich
konnte lediglich in meinem Gedächtnis nach den erlernten allgemeinen
physikalischen Grundlagen kramen. Daraus entstand dennoch eine längere
interessante Diskussion und an deren Ende wurde ich plötzlich etwas
verlegen. Eddi Bromm verabschiedete sich nämlich mit den Worten:
“Mei, das hätte ich wirklich nicht gedacht, dass jemand wie Sie
so lange mit mir sprechen würde“.
Diese
kleine Episode die sich unter dem Vordach des Till Eulenspiegel
vor etwa drei Jahrzehnten zugetragen hat, hatte in mehrfacher Hinsicht
symbolischen Charakter. Einmal wird dadurch unterstrichen, wie tief
die Kluft zwischen wissenschaftlich Tätigen einerseits und den Praktikern
andererseits damals war. Man hatte keine gemeinsame Sprache. Zum
anderen wird aber auch verdeutlicht, dass an den Hochschulen zu
dieser Zeit Themen des Bauinstandsetzens weitgehend ausgeklammert
oder ignoriert wurden. Es gab weder spezielle Vorlesungen oder Lehrbücher
noch laufende relevante Forschungsprojekte. Mit dieser Art Forschung
war im universitären Bereich einfach kein Staat zu machen. Ich erinnere
mich an die Aussage eines bekannten Physikers, der damals sagte:
„mir stehen höchstens 78.000 Stunden in meinem Leben für die Forschung
zur Verfügung. Die will ich einsetzen, um wirklich dringende Fragen
unserer Zeit zu beantworten. Da bleibt keine Zeit für solche Nebensächlichkeiten
wie etwa das Verhalten poröser Baustoffe im Kontakt mit Wasser“.
Bei manchem Kollegen mag auch die Überlegung im Vordergrund gestanden
sein, wir Physiker haben unseren Beitrag bereits vor mehr als hundert
Jahren geleistet, lest doch bitte in den entsprechenden Veröffentlichungen
nach. Die Anwendung unserer Erkenntnisse in der Praxis ist nicht
unserer Aufgabe. In einigen Wissensgebieten funktioniert diese Art
des Wissenstransfers auch mit großem Erfolg; im Bauinstandsetzen
jedoch mit Sicherheit nicht. Die Praktiker mussten sich allein gelassen
fühlen.
Die
vereinfachende Vorstellung, man müsste nur das längst bekannte und
bestens archivierte Wissen anzapfen, um Antworten auf die immer
wiederkehrenden Fragen des Alltags in der Praxis eines Ingenieurs,
der sich mit dem Bauinstandsetzen befasst, zu bekommen stellte sich
rasch als illusorisch heraus. Natürlich findet man in einem Lehrbuch
der Physik die Kelvin Gleichung und das Hagen -Poiseuillesche Gesetz.
Aber damit werden idealisierte Situationen, die mit der Wirklichkeit
im Bauwesen nur begrenzt etwas zu tun haben, beschrieben. Wenn ein
Ziegelstein Wasser durch Kapillarkraft aufsaugt, dringt das Wasser
nicht in eine kreisrunde Kapillare. Während des Saugvorganges können
Salze gelöst werden und ein Teil des Wassers kann wieder in die
Dampfphase übergehen. Wenn man diese Teilreaktionen wirklichkeitsnah
berücksichtigt, ist es möglich, den Vorgang des Durchfeuchtens einer
Wand hinreichend präzise zu beschreiben, aber die Lösung des Problems
wird so komplex, dass nur moderne und aufwändige numerische Methoden
zum Ziel führen. Damit ist der Wissenstransfer nicht einfacher sondern
um ein Vielfaches komplizierter geworden.
Wie
aber kann man erreichen, dass das vorhandene Wissen über komplexe
Zusammenhänge dennoch in der Praxis nützlich verwendbar wird? Ich
denke wir können viel lernen, wenn wir das Verhältnis zwischen theoretischer
Mechanik und der Baustatik betrachten. Zur Zeit als in Europa die
Kathedralen gebaut wurden gab es kaum mechanische Grundlagen für
deren Bemessung. Der erfolgreiche Baumeister konnte aber auf reiche
Erfahrung zurückgreifen und damit Beeindruckendes zuverlässig leisten.
Als dann die Grundgesetze der Mechanik entwickelt waren, dauerte
es noch eine ganze Weile bevor man diese im Bauwesen auch nutzte.
Lange Zeit sträubten sich die Praktiker sogar erfolgreich und nicht
ohne Grund gegen die Verwendung der Mechanik idealisierter Systeme.
Erst als im Rahmen einer stark vereinfachten Vorgehensweise das
Verhalten realer Werkstoffe in erster Näherung berücksichtigt werden
konnte, entstand die auf Normen basierte Baustatik. Versuchen wir
einmal diese zweigleisige Entwicklung auf das Bauinstandsetzen zu
übertragen. Wir brauchen einerseits grundlegende Wissenschaft, um
das bereits bestehende Wissen über relevante Vorgänge beim Feuchtigkeitstransport
noch deutlich zu erweitern. Die vielschichtigen Ergebnisse der grundlegenden
Untersuchungen werden aber in der Regel für den Praktiker unmittelbar
nicht brauchbar erscheinen. Um wirklich weiter zu kommen, muss zusätzlich
die praktische Erfahrung gleichberechtigt zu ihrem Recht kommen.
Aus dieser Kombination können vereinfachte Ansätze für die Praxis
entstehen.
Eddi
Bromm legt uns mit diesem Büchlein kein Lehrbuch über die Wechselwirkung
zwischen porösen Werkstoffen des Bauwesens und Wasser vor. Vielmehr
beschreibt er, was er im Laufe vieler Jahre auf zahlreichen Baustellen
beobachten konnte. Während dieser Zeit hat er sich nach Kräften
bemüht, auch die grundlegenden Zusammenhänge zumindest im Ansatz
zu verstehen. Dies hat ihm geholfen, manchen Schadensfall treffsicherer
zu beurteilen. Auf der anderen Seite möchte man wünschen, dass dieses
Büchlein auch auf dem Schreibtisch eher grundlegend arbeitender
Kollegen zu finden sein wird. Sie können ihre neuesten Vorstellungen
und Modelle mit den gemachten Erfahrungen vergleichen und vermutlich
in manchem Fall weiter Fokussieren. Anders als in den grundlegenden
Wissenschaften braucht es zum Erfolg und zur weiteren Entwicklung
in den anwendungsorientierten Wissensgebieten das Zusammenwirken
von einerseits einschlägiger Erfahrung und andererseits solider
Kenntnis der Werkstoffeigenschaften und deren Beeinflussung durch
die Umwelt.
Das
Schreiben von Aufsätzen und Büchern gehört zum Alltag der wissenschaftlich
Tätigen. Die Praktiker greifen vergleichsweise selten zur Feder.
Wir müssen Eddi Bromm dankbar sein, dass er weder Zeit noch Mühe
gescheut hat, seinen umfassenden Erfahrungsschatz im vorliegenden
Text festzuhalten und den Interessierten zugänglich zu machen. Dieses
Buch wird hoffentlich auch dazu beitragen, das Bauinstandsetzen
auf eine breitere zuverlässigere Basis zu stellen. In dem heterogenen
Feld des Bauinstandsetzens wird damit eine bisher klaffende Lücke
geschlossen. Wir wünschen der Veröffentlichung eine möglichst weite
Verbreitung.
Dr.
Folker H. Wittmann
Freiburg
(D) und Unterengstringen (CH)
Oktober
2005
INHALTSVERZEICHNIS
1
Mechanismen der Durchfeuchtung ...........................
19
1.1.1
kapillar aufsteigende Feuchte
................30
1.1.2
Oberflächenwasser
.................34
1.2
horizontale Einwirkung
.......36
1.2.1
hygroskopische Feuchte
.................36
1.2.2
drückendes Wasser
.................44
1.3
Hochwasser
.......45
2
Schadensbilder
49
2.1 Schädigungspotenziale
.....................................................
51
2.2
Oberflächenschäden..........................................
............... 52
2.3
Gefügeschädigung.............................................................
53
2.4
mittelbare Schädigungen..................................................
54
2.5
Bauwerksuntersuchung.....................................
............... 55
3.
Sanierungsmaßnahmen ......................................
64
3.1
................................................. Konzepte
zur MW-Sanierung 90
3.1.1
..........................................................................
Allgemeines 91
3.1.2
..........................................
....... flankierende Maßnahmen 95
3.2
.........................................................
Horizontalabdichtungen 106
3.2.1
...............................................................
MW-Unterfangung 107
3.2.2
....................................................................
MW-Austausch 107
3.2.3
......................................................................
MW-Trennung 107
3.2.4
..................................................
Das Mauersägeverfahren 110
3.2.5
Das Einschlagen von nicht rostenden Chromstahlplatten
111
3.2.6
Bohrverfahren mit Überlappung
(aneinander gereihte Kernbohrungen)
112
3.2.7
Injektionsverfahren ..............................................
112
3.3
Vertikalabdichtungen ..............................................
117
3.3.1
Außen (nachträglich) aufgebrachte Abdichtungen
120
3.3.2
innen angebrachte (alternative Instandsetzungen/)
„Abdichtungen“
126
3.4.
Elektroosmose ..............................................
142
3.5.1
Verputzsysteme ....................................................................
153
3.5.2
Anstrichsysteme ....................................................................
156
4.
Gesundes Wohnklima .............................................
161
4.1
Wärmedämmung 163
Wie lange lüften? ....................................................................
180
4.3
Giftstoffe und Pilze ....................................................................181
4.3.1
Giftstoffe ..............................................
181
4.3.2
Pilze ..............................................
183
4.3.3
Schimmel ....................................................................
190
4.4
Fogging ....................................................................
198
4.5
Holzschutz ..................................................................
200
5.
Fazit ....................................................................
206
6.
Adressen, Hinweise ..........................................................207
7.
Literaturverzeichnis,DIN-Normen................................................208
Vorwort:
Edmund Bromm
Keine
Angst vor Fachsimpelei!
Sie
fragen: Warum noch
ein neues Buch, obwohl schon viel Literatur zu diesem Thema auf
dem Markt angeboten wird? Für wen ist dieses Buch?
Dieses
Buch ist für Sie,
den
Hausbesitzer ohne weit reichende theoretische Vorkenntnisse ebenso
wie an Sie, den professionellen Planer, und schließlich auch an
Sie, den Praktiker. Es dient Ihnen als Leitfaden und gibt Entscheidungshilfen,
welche Methoden wann sinnvoll sind und warnt nicht zuletzt vor unsinnigen
Maßnahmen. Es ist eine Ergänzung zu vielen - mit Tabellen und Formeln
gespickten - wissenschaftlichen Werken. Eine der Besonderheiten
dieser Arbeit ist, dass Sie nicht zwangsläufig das Buch von vorn
bis hinten komplette lesen müssen. Werfen Sie zunächst einen Blick
in das Inhaltverzeichnis – hier können Sie nach den Themen suchen,
die Sie besonders interessieren. Starten Sie dort – oder wo immer
Sie möchten, denn unter Akzeptanz, ja bewusst durchgeführter Wiederholung
einiger fachlicher Erläuterungen, wird sich Ihnen stets eine anschauliche
Schilderung der jeweiligen Problematik, deren Gefahren und Lösungsmöglichkeiten
bieten.
Meine
jahrzehntelangen Erfahrungen mit diversen Techniken und Methoden
von Abdichtungen, die seit den sechziger Jahren eingesetzt werden,
sind hier für jeden Interessierten leicht verständlich eingearbeitet.
Von 1964 bis 1970 waren es zunächst Abdichtungsarbeiten im Grundwasserbereich,
beim U-Bahnbau und Großprojekten im Tiefbau. Seither beschäftige
ich mich ausschließlich mit der Instandsetzung bzw. Sanierung von
Altbauten, insbesondere von Denkmälern z. B. altes und neues
Rathaus in München; Sendlinger,- und Karlstor; mehrere Kirchen;
Klöster und Schlösser, darunter auch - Possenhofen (Sissi Schloss)
die Architektenkammer in München aber auch Schulen, dabei Herrenschule
und die alte Salvatorschule jetzt Literaturhaus und Gymnasien Wilhelmgymnasium
uva.
Besonders
in den ersten Jahren meiner Arbeit erhielt ich so manche Empfehlung
von Fachleuten und Materialherstellern für Sanierungen, die sich
nach einiger Zeit als untauglich herausstellten. Es gab Fehlschläge,
die nicht nur materialbedingt waren, sondern auch in der Verarbeitung
der Produkte begründet lagen. Leider stellte sich oft erst nach
Jahren heraus, welche Produkte die erforderlichen Eigenschaften
auch tatsächlich erfüllten.
Ein
wichtiger Aspekt bei der Prüfung von Produkten und Techniken ist,
ob der Aufwand in einem vernünftigen Verhältnis zum Ergebnis steht.
Mit der Sanierung denkmalgeschützter Objekte stieg auch mein Anspruch
an Material und Methoden proportional mit der Verantwortung für
das jeweilige Projekt.
Konnte
ich im U-Bahnbau noch auf bewährte Produkte und Normen zurückgreifen,
so steckte die Instandsetzung von Denkmälern - insbesondere Mauertrockenlegung
und Putztechnik bei durch feuchte -und salzgeschädigten Mauern -
noch in den Kinderschuhen. Der Einsatz diverser Materialien und
die damit verbundene Verarbeitung waren noch sehr oft Experimente.

Bild1:
Isartor in München. Colorierte Zeichnung Edmund Bromm
Die
Trockenlegung des Isartores in München war für meine Arbeit ein
wichtiger Meilenstein und zugleich der Ansporn, fundiertere Kenntnisse
für die Bauinstandsetzung zu ermitteln.
Vor
der Olympiade 1972 wurden in München mehrere Repräsentationsbauten
zum Teil durch internationale erfahrene Firmen auf „Vordermann“
gebracht. Am Isartor zeigten sich jedoch schon kurz nach dessen
„Sanierung“ wieder erhebliche Feuchteschäden. Wie sollte ich nun
dieses berühmte Denkmal von 1320 vor dem endgültigen Verfall retten?
Ich
holte Ratschläge von vielen Seiten, die sich meist als nicht sehr befriedigend
und zum Teil sogar widersprüchlich erwiesen.
Durch
zahlreiche Gespräche sowohl mit Materialherstellern als auch mit
Vertretern des Landesamtes für Denkmalpflege, sowie mit anderen
sanierungswilligen Hausbesitzern reifte die Idee heran, die Universität
in München in die Thematik einzubinden, um eine zuverlässige Lösung
zu finden.
Der
damalige Bauleiter der Stadt München hatte glücklicherweise ausreichend
Vertrauen zu mir, und so bekam ich für die notwendigen Prüfungen
nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch die notwendige
Zeit. Es war damals nicht selbstverständlich, eine Voruntersuchung
(z. B. wurden mehrere Kernbohrungen gezogen) vorzunehmen und diese
noch „bewerten“ zu dürfen.
Meine
Erfahrung ist, oft bleibt zu wenig Zeit für Voruntersuchungen. Aber
eben dieser Zeitfaktor, die richtige Koordination und Reihenfolge
im Ablauf, ist einer der wichtigsten Punkte. Wie oft passiert es,
dass der Maler schon mit dem Anstrich angefangen hat und dann erst
recht die Erkenntnis folgt, dass das Gebäude doch eigentlich erst
„trockengelegt“ werden sollte, damit die Farbe überhaupt hält.
Ich
sprach mit Professor Schubert† und Professor Wittmann, und beide
Wissenschaftler zeigten großes Interesse, an der Problematik der
Trockenlegung alter Baudenkmäler, überhaupt alter Gebäude, mitzuarbeiten.
Schnell wurde deutlich, dass nicht nur Chemiker und Physiker, sondern
weitere Spezialisten aus anderen Fachgebieten wie beispielsweise
Mineralogen u. a. Naturwissenschaftler gebraucht wurden. Und schließlich
gelangte man zu der Erkenntnis, dass auch detaillierte Statiken
benötigt werden.
Damals
traf sich in München regelmäßig eine Gruppe von Fachleuten, die
mit Problemen der Bauinstandsetzung beschäftigt waren, um ausführlich
zu „fachsimpeln“. Es war dies der Beginn der „ Wissenschaftlich
Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege
e.V.“ . Aus dieser Verbindung wurde zunächst ein Verein für Denkmalpflege
und daraus entstand der eingetragene und gemeinnützige Verein, die
WTA e.V.
Ich
war nicht nur Gründungsmitglied, sondern arbeitete auch weitere
26 Jahre im Vorstand mit. Der Verein ist stetig gewachsen und hat
inzwischen über 500 Mitglieder: Wissenschaftler, Techniker, Restauratoren
und Praktiker, die hier Erfahrungen austauschen und neue Methoden
erarbeiten. So kam es auch zu einer Vielzahl von Veröffentlichungen,
u. a. auch Merkblättern, die oft als Grundlage für Ausschreibungen
dienen, da die gängigen Normen in der Regel nur für den Neubau gelten.
Einen
Teil meines Fachwissens habe ich auch der Mitgliedschaft im Deutschen
Holz- und Bautenschutz-Verband in Köln (DHBV)
zu verdanken. Dort war ich ebenfalls mehrere Jahre im bayerischen
Vorstand tätig. Es mag einige Kollegen geben, die nicht immer zufrieden
waren mit der Qualität der Vereinigung, aber die internen Diskussionen
und auch die Weiterbildungsmaßnahmen waren für mich wichtige Erfahrungswerte.
Der Transfer über die verschiedenen Techniken und Materialien mit
den Kollegen war oft ebenso entscheidend wie der Streit über
das „Für und Wider“ von Maßnahmen.
Seit
1990 arbeite ich beim „Gemeinsamen Ausschuss Elektronik im Bauwesen“
(GAEB) in verschiedenen Arbeitsgruppen
insbesondere bei Abdichtungs- und Instandsetzungsmaßnahmen mit.
Der GAEB hat sich die Aufgabe gestellt, die Rationalisierung im
Bauwesen mittels Datenverarbeitung zu fördern. Insbesondere werden
hier Dokumente für die Standardleistungsbücher der öffentlichen
Auftragsvergaben erstellt und außerdem neue Erkenntnisse in die
bestehenden Regelwerke eingebracht.
Eine
weitere Möglichkeit für mich zu erfahren wo die Leute der Schuh
drückt ist das Beratungsangebot durch das Bauzentrum München. Ich
versuche mit meinem Fachwissen den Ratsuchenden bei Feuchte, - und
Schimmelschäden zu helfen. Hier erfahre ich auch mit welchen Problemen
die Hausbesitzer ebenso wie Mieter alleine oft nicht zurechtkommen.
Aus
all diesen Gesprächen und Diskussionen und den in meiner Firma gewonnenen
Erkenntnissen, sowie durch die Auseinandersetzungen mit meinen Mitarbeitern
ist eine Reihe von Berichten entstanden, die als Einzelberichte
seit Jahren im Internet allen Interessenten zugänglich sind. Sehr
viele Menschen haben mich gebeten, ich möge doch daraus eine zusammenhängende
Publikation erstellen. Also habe ich alle Beiträge überarbeitet,
aktualisiert und in diesem Buch zusammengestellt.
In
einigen Beiträgen sind z. T. ähnliche Texte enthalten, dies deswegen,
weil nicht jeder alles lesen will. Dabei ist es für diesen Abschnitt
eine notwendige Ergänzung.
Es
ist sicher kein Lehrbuch, sondern es ist als Kompendium für weiterführende
Diskussionen auf diesem Fachgebiet zu verstehen.
Viele
Menschen wollen ein trockenes und gesundes Zuhause.
Dies
war immer eine Aufgabe der Isar Bautenschutz.
Weiter
war ich immer bemüht eine kostengünstige Sanierungsmaßnahme gegen
feuchte Mauern und Keller anzubieten.
Ich
kam in so manches Gebäude das andere nie von innen sehen. Ich denke
dabei an die Keller und Dachstühle der schönsten Schlösser und Kirchen
in Bayern, aber auch in so manche Villa - ob an einem bayrischen
See oder am Mittelmeer.
Ich
wurde auch manchmal von sehr weit gerufen, wenn der Hausschwamm
besonders stark gewütet hat. Unter anderem konnte ich in einem Museum
in Lund (Schweden) bei einem Pfarrhof aus dem 16 Jahrhundert weiter
in England einer sehr alten Villa und mehrmals in der Tschechei
sowie in Slowenien helfen. Weiter war ich oft in Österreich der
Schweiz und Frankreich.
Es
waren oft sehr alte Objekte zu sanieren, aber auch mit neuen Gebäuden
hatte ich zu tun.
Ein
Fall hat mich dabei sehr bewegt.
Ich
wurde von einem guten Freund gebeten im zu helfen da im Keller
– in dem Werkstatt und Büro untergebracht war, alles unter Wasser
stand. Der Bauunternehmen war „Pleite“ und konnte nicht mehr herangezogen
werden.
Ein
halbes Jahr nach dem alles eingerichtet war, rief mich mein Freund
an, weil er einen nassen Boden hatte. Ich kontrollierte die Außenabdichtung
durch eine Schürfgrube und musste feststellen es war eine schlampige
Arbeit. Sowohl die Anschlüsse an den Fenstern als auch die Hohlkehle
waren unsachgemäß ausgeführt. Da die Bodenflächen innen überschwemmt
waren, musste auch unter dem Estrich die Wärmedämmung getrocknet
werden. Dass dies ein erheblicher Aufwand und eine starke Beeinträchtigung
der Büro,- und Werkstatträume war ist logisch.
Es
dauerte nur ein halbes Jahr und wieder war Wasser im Keller. Diesmal
waren die Elektro,- sowie die Wasserleitungsanschlüsse (Durchdringung
der Außenwand) undicht. Abdichten und Bodenflächen trocknen.
Leider
dauerte es erneut nicht lange bis der Anruf kam, wieder Wasser im
Keller. Bei einer Doppelhaushälfte - mit durchgängiger Bodenplatte
- kann auch vom Nachbarn Wasser durch eine undichte Abwasserleitung
einwandern. Wieder trocknen und....s.w..
Es
vergingen wiederum nur ein paar Monate und wiederholt war Wasser
im Keller. Diesmal waren es die unsachgemäß eingebauten Fenster.
Diese wurden zu klein geliefert und man mauerte die Öffnungen ohne
außen eine ordentliche Abdichtung herzustellen einfach zu. Es musste
wieder alles abgedichtet und natürlich getrocknet werden.
Mein
Freund war schon sehr verzweifelt – jedes mal der Aufwand - die
Möbel von den Wänden und der Werkstattbetrieb mit den Leitungen
und Kabel war sehr stark behindert. Dazu der der Lärm und der Dreck.
Ich
dachte es wäre das letzte Mal gewesen und wir haben alles abgedichtet,
aber nein. Kaum war ein Jahr vergangen kam die neue Hiobsbotschaft,
nochmals waren die Wände feucht.
Was
konnte diesmal noch undicht sein?
Wie
gut, dass wir um die Fehler leichter zu finden an der Außenwand
innenseitig einen ca. 20 cm breiten Streifen im Bodenbelag noch
offen gelassen haben und somit eine Kontrollmöglichkeit zur Verfügung
stand. Diese Öffnung wurde mit Katzenstreu aufgefüllt um leichter
feststellen zu können aus welcher Richtung der neue Wassereintritt
kommt. Diesmal war es ein Feuchteproblem von „innen“. Nach längerer
Suche konnte ein nicht genutzter Kamin bei dem es reinregnete als
Fehlerquelle ausgemacht werden. Und, danach wieder alles trocknen…
Womit
auch feststeht, nicht immer auf den Altbau „schimpfen“, wenn eine
Kleinigkeit auftaucht und nicht annehmen wir bauen etwas neu, dann
wird es besser werden, schön wäre es.
Es
hat sich nach dem Krieg mit dem Neuanfang und dem schnellen Aufbau
der Häuser und Wohnungen sehr viel geändert.
Man
musste Wohnraum in kurzer Zeit erstellen. Gegenüber früher hat sich
auch vieles weiterentwickelt, dabei nicht immer nur positiv. Nicht
nur die Baustoffe und die Bauweise sondern auch die Wohngewohnheiten
wurden geändert.
Dazu
einige Beispiele:
Der
Anstrich.
Früher
wurden die Wände nur mit Kalk gestrichen.
Dieser ist sehr preiswert
lange und einfach zu lagern
leicht zu verarbeiten und leicht zu
reparieren
gut dampfdurchlässig und hat außerdem
eine desinfizierende Eigenschaft.
Darüber
hinaus war es sehr einfach, einen neuen Anstrich auf den alten aufzutragen.
An manchen alten Gebäuden findet man zwanzig oder mehr Schichten
übereinander, ohne dass diesbezüglich Probleme auftauchen.
Bodenbelag
Dieser
bestand entweder aus Holzbohlen oder aus Naturstein. Im Holzboden
sorgte eine mehr oder weniger große Öffnung zwischen den Brettern
für eine gute Durchlüftung und das Ablaufen von Feuchtigkeit
Beim
Naturstein waren verhältnismäßig leichte Herstellung und leichte
Pflege wichtige Aspekte.
Teppiche
galten
stets als dekoratives Element im Haus, mit denen nur kleine Flächen
eines Raumes bedeckt wurden. Die Dampfdiffusion war auf diese Weise
so gut wie nicht behindert. Als später das Linoleum (oder andere
undurchlässige Bodenbeläge) aufkam, das in der Regel die gesamte
Fußbodenfläche abdeckte, tauchten prompt die ersten Probleme auf
- Feuchtigkeit staute sich unter dem dichten Belag und es kam zu
Fäulnisschäden!
Vorhänge
Fenster-
und Wandbehänge waren früher weitgehend unbekannt, so dass eine
auch in diesen Raumbereichen sowie über und seitlich der Fenster
eine ungehinderte Luftzirkulation und damit Lüftung und Trocknen
gewährleistet waren. Heute hingegen werden ganze Wandflächen mit
dekorativen Stoffen und Behängen verdeckt. Die z. T. mit Kunststoff
beschichteten Vorhänge vor Fenstern sowie Balkon- und Terrassentüren
reichen meist bis zum Boden und sind außer dem im Deckenbereich
oft mit einer Schabracke verbunden, was die Luftbewegung stark behindert.
Tapeten
Diese
Art der Wandverkleidung war in den normalen Wohnhäusern völlig unbekannt,
und damit fehlte auch der Tapetenkleister, der in Verbindung mit
der Papiertapete als Nährboden für Schimmelpilze (Moderfäule) berühmt
berüchtigt ist.
Möbel
Aus
leidvoller Erfahrung hatte man gelernt, das Mobiliar niemals dicht
an Wände zu stellen - so manches gute Stück war auf diese Weise
nämlich schon Moder und Fäulnis sowie Schimmelpilzen anheim gefallen.
Diese Katastrophe lässt sich ganz einfach vermeiden, indem zwischen
Wand und Möbeln immer mehrere Zentimeter Platz gelassen werden.
Größere Möbel standen früher zudem auf Sockeln. Auf diese Weise
konnte die Luft ungehindert unter und hinter dem Mobiliar entlang
streichen. Und eben diese Luftzirkulation verhinderte Feuchtigkeitsbildung
und Fäulnis.
Heute
dagegen sind fast alle Möbel unten mit einer Sockelleiste versehen.
Küche und Bademöbel sind oft allseitig geschlossen und sehr genau
eingepasst. Im Schlafzimmer sind die Betten mit einem dichtschließenden
Bettkasten bestückt und der Schrank reicht vom Boden bis zur Decke.
Die verbleibenden Öffnungen werden häufig noch als Schrankzusatz
benutzt zum Teil auch mit Vorhängen geschlossen. Wie soll jedoch
hinter diese Möbel warme Luft gelangen, wie die Bodenfläche erwärmt
werden, wenn es keine Fußbodenheizung gibt?
Im
Grunde sind solche Möbel eine innenliegende Wärmedämmung, doch sie
werden weder bei der Planung der Heizung noch bei der Berechnung
der Wandstärke berücksichtigt.
Dach
und Dachüberstand
Das
Dach galt stets als „Schutzhülle“ eines Gebäudes. Es war so konstruiert,
dass Wasser einfach in Zisternen abgeleitet wurde. Je nach Region
war der Dachüberstand so groß, dass 90 Prozent des Regenwassers
gar nicht mit der Fassade in Berührung kam.
Mit
dem Flachdach wurde später dann ein Sammelbecken für das Wasser
geschaffen. Das Wasser kann ab Dachkante die gesamte Fassadenfläche
erreichen, jede kleine Fehlstelle an der Fassade ist eine Gefahr
für weitere Schäden. Fehlende Dachüberstände sind oft für eine erhöhte
Wasseraufnahme und damit auch für eine schlechtere Wärmedämmung
der Außenwände verantwortlich.
Nutzraum
im Dach
Im
Dach war ein Speicherraum untergebracht. In den meisten Fällen konnten
die zur Zeit nicht gebrauchten Gegenstände sehr trocken gelagert
werden.
Ein
Teil der Dachfläche wurde von der Hausgemeinschaft als Trockenraum
genutzt. Diese Trockenräume sind weg. Auch diese Räume sind zu Wohnungen
ausgebaut worden.
Oft
wird daher im Keller getrocknet. Wobei ich oft feststelle, dass
dabei ständig die Fenster geöffnet sind und die Heizung voll aufgedreht
ist. Klar wie sollte sonst die Wäsche trocknen.
Wenn
allerdings kein Trockenraum vorhanden ist, wo soll die Wäsche trocknen?
Sehr oft in den Wohnungen. Dies hat zur Folge, dass in dieser Wohnung
die Feuchte oft zu hoch ist!
Kellerräume
Ich
wundere mich immer wieder wie heute diese Keller mit allem was nicht
mehr gebraucht wird voll gestopft werden. Früher wurde Holz und
Kohle und evtl. noch Eingemachtes über einen kurzen Zeitraum gelagert.
In der Regel wurde alles im Jahreswechsel ausgetauscht. Es konnte
in dieser Zeit kaum zu faulen anfangen. Außerdem wurde das Vorratslager
auch ständig unter Kontrolle gehalten, denn wer hatte schon Geld
um etwas verfaulen zu lassen.
Ich
komme sehr oft in Keller mit erheblichen Fäulnisschäden, dabei ist
es nicht nur der Schimmel, sondern oft ist der Keller,- bzw. der
echte Hauschwamm zu finden.
Feuchtigkeit
im Mauerwerk ist in zunehmendem Maße der Anlass für kostspielige
Sanierungen von Altbauten.
In
den letzten Jahren werden von verschiedenen Seiten große Anstrengungen
unternommen, erhaltenswerte Bausubstanz vor dem Zerfall zu bewahren.
Als
Ursache für die Durchfeuchtung des Mauerwerks sind fehlende oder
nicht funktionstüchtige Abdichtungen gegen aus dem Boden aufsteigende
oder seitlich eindringende Feuchtigkeit aber auch das Kondens- bzw.
Tauwasser führt zu einer Durchfeuchtung der Bauteile.
Das
Problem einer einwandfreien Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit
ist von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Neben erheblichen
Bauschäden und gesundheitlichen Beeinträchtigungen erfordert die
Beheizung feuchter Räume auch einen relativ hohen Energieaufwand.
Die
Sorge, ein Gebäude durch falsche Trockenlegungsmaßnahmen zu beschädigen,
lässt viele Menschen zu merkwürdigen Panikmaßnahmen greifen.
Meist
erfolgt eine Bewertung der verschiedenen Verfahren von selbst ernannten
Fachleuten oder Bautenschützern. Es ist klar, dass nur das von ihnen
angewandte Verfahren das Beste ist. Nun ja, „jeder Bauer lobt nur
seine Kartoffeln“.
Man
muss das richtige Maß finden!
Bei
der Instandsetzung und Trockenlegung alter Gebäude wird leider oft
zu viel getan oder es erfolgen Aktionen, die völlig ungeeignet sind.
Wie
oft wird um Häuser außen herum aufgegraben, obwohl diese gar nicht
durch Grund-, Hang- oder Stauwasser gefährdet sind.
Man
denke nur an die vielen Objekte die seit Jahrhunderten im Wasser
stehen, aber auch an die meterhohen Stützmauern, deren Rückseiten
auch nicht abgedichtet wurden und die all die Zeit schadlos überstanden
haben.
Die
Vielfalt der Schäden und Schadensursachen lässt keine Patentlösung
zu, auch wenn diese mit kernigen Werbesprüchen immer wieder
angepriesen werden.
Voraussetzung
für eine fachgerechte Sanierung ist das Erkennen der Schadensursache.
Sie
muss beseitigt werden, dann steigen die Erfolgsaussichten der Sanierung
gewaltig. Es ist deshalb zu empfehlen, einen „echten“ Fachmann zu
befragen. Sehr oft ist auch die Hilfe mehrerer Fachleute erforderlich.
Wer weiß schon über alle Probleme der Chemie, Physik und der Statik
bescheid. Deswegen ist es auch klar, warum es zu so vielen Fehlschlägen
bei Sanierungen kommt.
WTA
Edelsberstraße 8, 80686 München, Tel: 089 57869727, Fax: 089 57869729.
DHBV
www.dhbv.de
GAEB
Die
wichtigste Voraussetzung
für eine fachgerechte Sanierung ist das Erkennen der Schadensursache.
Sie
muss beseitigt werden, dann steigen die Erfolgsaussichten der Sanierung
gewaltig. Es ist deshalb zu empfehlen, einen „echten“ Fachmann zu
befragen. Sehr oft ist auch die Hilfe mehrerer Fachleute erforderlich.
Wer weiß schon über alle Probleme der Chemie, Physik und der Statik
bescheid. Deswegen ist es auch klar, warum es zu so vielen Fehlschlägen
bei Sanierungen kommt.
Eine
Instandsetzungsplanung gerade bei Denkmälern ist heutzutage eine
wichtige Forderung. Ob dies auch jeder Vertreter einer Herstellerfirma
für bauchemische Erzeugnisse sein kann, denn der wird bevorzugt
seine Produkte anpreisen ist somit fraglich.
Die
WTA und der DHBV haben diverse Merkblätter zu diesen Themenkomplex
man sollte sie auch lesen und beherzigen
WTA.
e.V. : www.wta.de
Edelsberstraße
8, 80686 München, Tel: 089 57869727, Fax: 089 57869729.
tja,
dann geht es weiter im Text insgesammt 200 Seiten mit vielen Informationen
zum Bauen im Bestand
|